Veröffentlicht am 04.01.2026
Babesiose
Babesiose beim Hund („Hundemalaria“)
Die Babesiose ist eine ernstzunehmende Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten (Babesien) verursacht wird. Sie wird hauptsächlich durch die Auwaldzecke übertragen und zerstört die roten Blutkörperchen des Hundes.
1. Wie erfolgt die Übertragung?
Die Babesien gelangen durch den Speichel der Zecke beim Saugakt in die Blutbahn des Hundes. Dort befallen und zerstören sie die Erythrozyten (rote Blutkörperchen), was zu einer schweren Blutarmut (Anämie) führt.
2. Symptome
Die Symptome treten meist 5 bis 10 Tage nach der Infektion auf:
Hohes Fieber: Oft bis zu 42 °C.
Apathie: Extreme Mattigkeit und Schwäche.
Färbung des Urins: Der Urin kann sich dunkelrot bis kaffeebraun verfärben (durch den Abbau des Blutfarbstoffs).
Blasse Schleimhäute: Infolge der Blutarmut werden Zahnfleisch und Augenbindehaut blass oder gelblich (Gelbsucht).
3. Diagnose und Behandlung
Diagnose: Nachweis über eine Blutuntersuchung (direkter Erregernachweis im Blutausstrich oder PCR).
Behandlung: Unbehandelt verläuft die Babesiose oft tödlich. Rechtzeitig erkannt, kann sie jedoch durch die Injektion spezieller Medikamente (Antiprotozoika) meist erfolgreich behandelt werden.
