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Veröffentlicht am 04.01.2026

Staupe

Staupe beim Hund (Canine Distemper)

Die Staupe ist eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung, die durch das Staupevirus (CDV) ausgelöst wird. Sie betrifft nicht nur Hunde, sondern auch viele Wildtiere (z. B. Füchse, Dachse, Waschbären). Trotz erfolgreicher Impfprogramme kommt es immer wieder zu Ausbrüchen, besonders bei importierten Hunden oder Tieren ohne ausreichenden Impfschutz.

1. Wie erfolgt die Übertragung?

Die Ansteckung erfolgt meist durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen) oder durch direkten Kontakt mit Körpersekreten (Nasenausfluss, Speichel, Urin, Kot) infizierter Tiere. Das Virus kann auch über verunreinigtes Futter oder Wasser aufgenommen werden.

2. Symptome und Verlaufsformen

Die Staupe ist tückisch, da sie verschiedene Organsysteme angreifen kann. Man unterscheidet meist vier Verlaufsformen:

  • Respiratorische Form: Husten, Atemnot, eitriger Nasen- und Augenausfluss.

  • Gastrointestinale Form: Erbrechen und schwerer Durchfall.

  • Kutane Form (Hautform): Übermäßige Verhornung der Nasenspiegel und Ballen ("Hard Pad Disease").

  • Nervöse Form: Das Virus greift das Gehirn an. Es kommt zu Muskelzucken ("Staupeticker"), Krampfanfällen, Lähmungen oder Verhaltensänderungen.

3. Diagnose und Behandlung

  • Diagnose: Nachweis über Blutuntersuchungen, Urinproben oder Abstriche der Schleimhäute (PCR-Test).

  • Behandlung: Es gibt kein direktes Medikament gegen das Virus. Die Behandlung konzentriert sich darauf, Sekundärinfektionen zu bekämpfen (Antibiotika) und die Symptome zu lindern (Infusionen, krampflösende Mittel).

  • Prognose: Besonders die nervöse Form endet oft tödlich oder hinterlässt bleibende Schäden.

4. Prävention: Der einzige Schutz

Der einzige wirksame Schutz ist die Impfung. Welpen erhalten im Alter von 8, 12 und 16 Wochen ihre Grundimmunisierung, gefolgt von regelmäßigen Auffrischungen im Erwachsenenalter.