Veröffentlicht am 04.01.2026
Ehrlichiose
Ehrlichiose beim Hund
Die Ehrlichiose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch die Braune Hundezecke übertragen wird. Sie ist eine klassische Reisekrankheit, kommt aber durch den Import von Hunden und den Klimawandel zunehmend in ganz Europa vor.
1. Übertragung und Verlauf
Die Erreger (Ehrlichia canis) befallen die Monozyten (eine Unterart der weißen Blutkörperchen). Die Krankheit verläuft oft in drei Phasen:
Akute Phase: 1–3 Wochen nach Infektion (Fieber, Lymphknotenschwellung).
Subklinische Phase: Der Hund wirkt gesund, trägt den Erreger aber oft über Jahre unbemerkt in sich.
Chronische Phase: Schwere Symptome durch Knochenmarkschädigung.
2. Symptome
Wiederkehrendes Fieber und allgemeine Schwäche.
Blutungsneigung: Nasenbluten, punktförmige Blutungen im Zahnfleisch oder blaue Flecken auf der Haut.
Gelenkbeschwerden und geschwollene Lymphknoten.
Gewichtsverlust und blasse Schleimhäute.
3. Diagnose und Behandlung
Die Diagnose erfolgt über Bluttests (Antikörper oder PCR). Die Behandlung besteht meist aus einer mehrwöchigen Antibiotika-Therapie (Doxycyclin). Frühzeitig erkannt, ist die Prognose sehr gut.
