Veröffentlicht am 08.12.2025
Herzwürmer
Herzwürmer bei Hunden: Ursachen, Symptome & Schutz
Herzwürmer (Dirofilaria immitis) sind Parasiten, die vor allem Hunde, aber auch Katzen und Wildtiere befallen können. Übertragen werden sie durch Stechmücken, die die mikroskopisch kleinen Wurmlarven beim Blutsaugen in den Körper des Hundes abgeben. Von dort wandern die Larven über den Blutkreislauf ins Herz und in die Lungenarterien – ein Prozess, der mehrere Monate dauert. Nicht behandelte Infektionen können schwere gesundheitliche Folgen haben und im schlimmsten Fall tödlich enden.
Wie kommt es zur Ansteckung?
Mücken nehmen die Larven mit dem Blut eines bereits infizierten Tieres auf. Bei ihrem nächsten Stich übertragen sie die Larven auf einen weiteren Hund. Besonders in warmen Regionen oder in der Mückensaison steigt das Risiko.
Symptome einer Herzwurminfektion
Eine Infektion bleibt oft lange unbemerkt. Erste Anzeichen sind meist unspezifisch, können sich aber im Verlauf deutlich verschlimmern:
Leichter, chronischer Husten
Müdigkeit und verringerte Belastbarkeit
Gewichtsverlust trotz normalem Fressverhaltens
Atembeschwerden
Bauchwassersucht (aufgrund von Herzinsuffizienz)
Je früher die Infektion erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden.
Diagnose und Behandlung
Der Tierarzt kann Herzwürmer durch einen Bluttest nachweisen. Oft werden weitere Untersuchungen wie Röntgen oder Ultraschall empfohlen, um das Ausmaß des Befalls festzustellen.
In unserem Tierschutzalltag begegnen wir leider immer wieder Hunden, die positiv auf Herzwürmer getestet werden.
Was bedeutet das für eine Adoption?
Auch ein Hund mit Herzwurmbefall kann adoptiert werden! Wichtig ist lediglich, die Behandlung weiterzuführen – wir beraten euch dazu gern und stehen während der Therapie unterstützend zur Seite.
Bei einer Adoption werden die Spot ons dazu mitgegeben. Viele dieser Hunde haben sonst kaum eine Chance, obwohl sie so viel Liebe zu geben haben.
Aktuell befinden sich mehrere Herzwurm-positive Hunde bei uns, die dringend auf ihre Behandlung angewiesen sind.
Dafür benötigen wir:
Spot-on-Präparate (z. B. Advocate, Stronghold, Milbemax, Nexgard Spectra etc.)
Vorbeugung – der wichtigste Schutz
Die beste Maßnahme gegen Herzwürmer ist konsequente Prophylaxe. Es gibt verschiedene Präparate (Tabletten, Spot-on), die monatlich oder halbjährlich angewendet werden können. Besonders für Hunde, die in Risikogebieten leben oder reisen (z. B. Süd- und Osteuropa), ist Prävention unverzichtbar.
