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Veröffentlicht am 04.01.2026

Tollwut

Tollwut beim Hund (Rabies)

Die Tollwut ist eine durch das Lyssavirus verursachte Infektionskrankheit, die das zentrale Nervensystem angreift. Sie ist für Hunde sowie für Menschen (Zoonose) nahezu immer tödlich, sobald erste Symptome auftreten. Aufgrund der hohen Gefahr ist die Tollwut in den meisten Ländern streng meldepflichtig.

1. Wie erfolgt die Übertragung?

Die Übertragung erfolgt fast ausschließlich über den Speichel infizierter Tiere, meist durch einen Biss oder Kratzer. In Europa sind vor allem Füchse, Fledermäuse oder illegal importierte Hunde potenzielle Überträger. Das Virus wandert von der Eintrittsstelle entlang der Nervenbahnen bis in das Gehirn.

2. Symptome und Phasen

Die Krankheit verläuft klassisch in drei Phasen:

  • Vorläufer-Stadium: Wesensveränderungen (scheue Hunde werden zutraulich, ruhige Hunde unruhig), leichtes Fieber, Reizbarkeit.

  • Exzitationsstadium („Rasende Wut“): Extreme Aggressivität, Beißwut, Orientierungslosigkeit, starker Speichelfluss und Schluckbeschwerden (Angst vor Wasser).

  • Paralysestadium: Lähmungserscheinungen, Koma und schließlich Tod durch Atemlähmung.

3. Diagnose und Besonderheit

  • Diagnose: Am lebenden Tier kann Tollwut nicht sicher diagnostiziert werden. Ein rechtssicherer Nachweis ist meist nur nach dem Tod durch Untersuchung des Gehirngewebes möglich.

  • Behandlung: Eine Behandlung erkrankter Tiere ist gesetzlich verboten. Besteht ein begründeter Verdacht bei einem ungeimpften Hund, können Behörden die Einschläferung anordnen.

4. Prävention: Die Impfpflicht bei Grenzübertritt

Die Impfung ist der einzig sichere Schutz.

  • Reiserecht: Für den Grenzübertritt (z. B. von Ungarn nach Deutschland) ist eine gültige Tollwutimpfung im EU-Heimtierausweis zwingend vorgeschrieben.

  • Impfschutz: Die Erstimpfung muss mindestens 21 Tage vor der Reise erfolgt sein.